Warum?

Heute möchte ich das Wort WARUM in den Mittelpunkt eines Artikels setzen.

Wenn wir nach dem Warum fragen, möchten wir mehr von den Hintergründen wissen, möchten wir etwas mehr verstehen. Schon Kleinkinder nutzen das Warum, damit wir ihnen die Welt erklären. Dabei sind ihnen nicht wissenschaftliche Erklärungen wichtig, sondern sie möchten mit den Erwachsenen ins Gespräch kommen und erfahren, wie sie die Welt sehen. Manchmal gibt es kaum etwas anderes zu hören von den Kindern, als WARUM. Für diejenigen, die sich mehr mit den Kinderfragen auseinander setzen wollen, hier ist ein interessanter Artikel: „Warum Kinder fragen müssen“.

Warum warum meist nicht zum Ziel führt.

Mir geht es um die Warum-Fragen von uns Erwachsenen. Egal, ob im Coaching oder in den Elternkursen, erlebe ich die ungünstige Wirkung des Wortes: „WARUM“

Sie werden in Beziehungen gestellt, sei es zu unseren Kindern oder zu unserem Partner. Oder wir stellen Warum-Fragen uns Selbst, wenn wir grübeln.

Lesen Sie bitte die folgenden Fragen durch und beobachten dabei, was mit Ihnen passiert.

  • Warum kommst du erst jetzt nach Hause?
  • Warum habt ihr euch gestritten?
  • Warum weint dein Bruder?
  • Warum lässt du mich heute Abend wieder allein?
  • Warum passiert das immer mir?
  • Warum kann ich das nicht?

Wenn solche Fragen gestellt werden, fängt der Befragte sehr schnell an, sich zu rechtfertigen. Häufig werden in diesen Fragen unterschwellig Vorwürfe gehört. Da ist es egal, ob wir uns selbst die Frage stelle oder einem Gegenüber. Zu einem Gespräch, bei dem wir einander mehr verstehen, kommt es dann meist nicht mehr. In die gleiche Richtung gehen die Fragen: wieso und weshalb.

Fragen können ein Gespräch eröffnen

Fragen, die ein Gespräch eröffnen, sind eher Fragen, die ein Interesse am Gegenüber zeigen. So können wir unsere Tochter fragen, was sie tun will, um das nächste Mal eine bessere Note zu bekommen.

Wenn ein Familienmitglied zu spät nach Hause kommt, kann es zuerst einmal wichtig sein zu fragen: Ist alles in Ordnung? Ich habe mir Sorgen gemacht.

Wenn wir uns selbst Warum-Fragen stellen, hören wir auch Selbstvorwürfe heraus.  Auch hier gilt es Fragen zu finden, die uns weiter bringen und uns nicht in die Grübelfalle stürzen lassen. Da sollten die Fragen eher lauten:

  • Was möchte ich ändern?
  • Was wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung?
  • Wer kann mir dabei helfen?

Diese Fragen gehen in Richtung Ziel.

Bevor jetzt das Fragewort „WARUM“ aus dem Sprachschatz gestrichen wird, möchte ich Warum-Fragen vorstellen, die Energie in Richtung Lösung bringen.

  • Warum wirst du das Ziel erreichen?
  • Warum bin ich zufrieden mit mir?
  • Warum wird heute ein schöner Tag?

Sobald wir diese Fragen lesen, entwickeln wir Gedanken, die uns gut tun.


Kommentare

Warum? — 1 Kommentar

  1. Liebe Barbara,

    diese Warum-Frage kann ganz schön lästig sein und uns in unserem Tun blockieren. Nach dem Lesen Deines Blogs habe ich festgestellt, dass ich sie mir auch ständig mit der flaschen Zielrichtung stelle. Ich werde daran arbeiten, anders mit dem Warum umzugehen und versuchen, es positiv zu nutzen. Vielen Dank Dir für diesen Blog. Ich habe schon heute morgen darin gelesen und fühlte mich den ganzen Tag beschwingt. Danke für die Anregung. LG Silvia

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