Tagesablauf einer Vergleichenden

Kennen Sie das auch, dass Sie häufig Vergleiche anstellen.

Wenn Sie genauer hinschauen, werden Sie auch feststellen, da werden Äpfel mit Birnen verglichen. Beides Obst, beide sind wertvoll, aber nicht identisch.

Hier mal ein überspitztes Beispiel:

Tagesablauf einer Vergleichenden

Erster Blick in den Spiegel – Iris Berben, die viel älter ist, als ich, hat gestern in                                     der Talkshow aber viel besser ausgesehen.

Müsli essen beim Frühstück – Elke, die weniger wiegt, verzichtet auf das Frühstück.

Im Büro – Die anderen haben jetzt viel Spaß nebenan und ich mache die ganze Arbeit.

Schnelles Mittagessen – Meine Mutter hat immer nur mit frischen Zutaten gekocht.

Mittagspause – Während ich die Beine hochlege, schafft es Angelina Jolie sich neben ihrer Arbeit und den Kindern auch noch ehrenamtlich zu engagieren.

Beim Tagebuch schreiben – Bei meinem Lieblingsschriftsteller hört sich das immer sehr viel flüssiger an. Der kann so humorvoll schwierige Situationen darstellen, dass ich mir wünsche, ich wäre dabei gewesen.

Treffen bei der Hunderunde – Ich wusste wieder nichts zu sagen, andere hätten da einen Dialog hinbekommen, da würde sich jeder noch jahrelang erinnern.

Abendessen – Wie kann ich nur Kohlenhydrate essen, andere essen Abends nur Eiweiß.

Auf zum Sport – So wie die Sportlehrerin, kann ich das ja nie.

Jetzt ins Bett – Noch beim Einschlafen denkt die Vergleichende, das bekommt mein Entspannungstrainer aber schneller hin.

Was Sie tun können, wenn Sie sich von Vergleichen runterziehen

In den Beispielen wird deutlich, wie ungerecht die Vergleiche sind. Häufig werden Vergleichpaarungen genommen, bei denen wir nur verlieren können. Sie schwächen unser Selbstwertgefühl. Es werden nur kleine Ausschnitte verglichen, in denen die oder der andere Experte ist oder etwas sehr gut kann. Wir können also nur verlieren.

Beobachten Sie sich doch in den nächsten Tagen und stellen fest, mit wem Sie sich vergleichen.

Ist das ein fairer Vergleich?

Gehen Sie dabei wohlwollend und wertschätzend mit sich um?

„Vergleiche nie ein Kind mit einem anderen, sondern immer nur mit sich selbst!“ sagte der bekannte Schweizer Pädagoge und Schriftsteller Johann Heinrich Pestalozzi

Ich finde diesen Rat, dürfen wir auch als Erwachsene annehmen. Wir können lernen, wenn uns unsere Vergleiche bewusst werden, diese zu hinterfragen und festzustellen, da werden Birnen mit Äpfel verglichen.

Wenn Sie weiter zu dem Thema lesen wollen, hier ein früherer Artikel: „Vergleichen schwächt des Selbstwertgefühl.“

 


Kommentare

Tagesablauf einer Vergleichenden — 2 Kommentare

  1. Jeder Mensch ist individuell und bedarf keines Vergleiches.Man sollte sich seiner eigenen Stärken bewusst werden und das berühmte Wort „hätte“ streichen.Ich nehme mich zum Beispiel genau so wie ich bin und akkzeptiere meine Schwächen.

    Liebe Grüsse aus NRW
    Peter Ronald E.

  2. Ich finde Sie haben mit Ihrem Blog über Vergleiche genau das Thema getroffen, welches ich in meinen NLP Seminaren häufig verwende.
    Vergleichen wir uns mit anderen, können wir niemals die „echte Wahrheit“ erlangen. Der einzige Vergleich, den wir uns gegenüber selbst schuldig sind, ist der uns gegenüber!

    Bin ich Heute besser als gestern?

    Und auch diesen sollten wir nicht in Stein gemeißelt betrachten sondern dynamisch als Wachstumsprozess sehen.

    Vielen Dank!

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