Probleme lösen

In den letzten Tagen schoss mir plötzlich eine Erkenntnis durch den Kopf:

„Wie oft finden wir keine Lösung, weil wir glauben, die Antwort auf das Problem zu kennen.“

Die Geschichte, die zu diesem Geistesblitz führte, spielte im Alltag der Familie Ontyd.

An einem Samstagmorgen möchte ich gerne den Tisch in unserem Esszimmer decken. Da das immer eine Rennerei ist, haben wir ein Tablett, mit dem wir mehrere Dinge gleichzeitig transportieren können.

Dieses Tablett war nicht zu finden.

Für mich war klar, mein Mann hat das irgendwo hingestellt, um es aus dem Weg zu haben. Ich dachte gar nicht weiter nach, weil für mich keine andere Lösung in Frage kam. Also schleppte ich alles einzeln zum Tisch.
Natürlich sprach ich meinen Mann sofort auf das fehlende Tablett an, als er mit den Brötchen nach Hause kam. In dem Moment, als er sagte, dass er das heute Morgen auch schon gesucht hatte, fiel es mir sofort ein. Ich sah es sofort vor meinem inneren Auge. Glasklar, von einem auf den anderen Moment.

Ich hatte mir gestern Tee gekocht und mir die Kanne und die Tasse auf dem Tablett ins Arbeitszimmer getragen.
Da stand es dann auch noch.

Tablett

Wo erwarten wir die Lösung?

Diese kurze alltägliche Geschichte zeigte mir so deutlich. Wir haben ein Problem und wir vermuten schon, wie wir dieses Problem lösen können. Wir denken nur noch in diese Richtung. Unser Blick ist starr auf das Problem gerichtet. Wir denken, wir kennen die Lösung, weil wir ja schon so einiges an Lebenserfahrung haben. In unserer Geschichte war ich zu der Überzeugung gekommen, das Tablett hat mein Mann irgendwohin getan. Wenn ich ihn frage, sagt er mir, wo es steht. Ich war so fest von der Lösung überzeugt, dass ich keine andere in Erwägung zog.

Neue Perspektive

Um eine Lösung zu sehen, ist es wichtig, sich eine neue Perspektive zu verschaffen.

Das kann eine andere Herangehensweise sein, als sonst.

Oder eine außenstehende Person, die hat einen anderen Blick auf das Problem und sieht etwas, was nicht gesehen wird, wenn wir mitten im Problem stecken.

So war es bei mir. Ich brauchte nur die Information, ich habe es auch nicht. Schon waren meine Gedankengänge frei, um an das Wissen zu kommen, das ich für das Finden der Problemlösung brauchte.

Probleme lösen im Coaching

Je mehr wir glauben, wir wüssten schon die Antwort auf unser Problem, um so weniger suchen wir nach einer anderen Lösung. Gerade dann ist es nötig, sich die Sicht von außen zu holen.

Im Coaching biete ich diese andere Perspektive an.  Da ist es toll zu erleben, wie sich plötzlich Lösungen ergeben, die die Klientin vorher nicht sehen konnte.

Herzerfrischende Grüße,
Ihre Barbara Schmidt-Ontyd


Barbara Schmidt-Ontyd3

Frauen dabei zu unterstützen ihr Selbstvertrauen und ihre Zufriedenheit (zurück) zu gewinnen ist mein Herzensthema. Das geht Hand in Hand mit mit einem wohlwollenden und freundlichen Umgang mit sich selbst. Selbstfreundschaft ist ein bereichernder Weg der sich lohnt.

 

 


Kommentare

Probleme lösen — 6 Kommentare

  1. Ich saß einmal am Computer und habe gearbeitet. Mit einem Mal ging der Computer aus – Bildschirm schwarz. Ich bin sofort aufgestanden und habe gesagt: Was hat er denn jetzt schon wieder gemacht. Die Tochter im Raum schaute mich mit großen Augen an. Wütend ging ich nach unten, völlig im klaren darüber, dass der letzte Arbeitsstand nicht gespeichert war. Und einen Stromausfall konnte nur der Gatte verursacht haben! … In der letzten Kurve vor dem Wohnzimmer sah ich meinen Mann friedlich im Wohnzimmer sitzen, der zu mir sagte „Stromausfall“ … ich konnte gerade noch den Mund halten – Stromausfall im ganzen Bezirk! … Soviel zu Problem-Findungen – funktioniert vor und rückwärts … der Perspektivwechsel ist immer sinnvoll, hilfreich und meist – friedlicher! ;-)

  2. Sehr schöne Geschichte und so richtig. Tolle Art anschaulich zu machen, wie oft wir uns verrennen. P.S. Wenn mein Vater mal was nicht fand, was er brauchte, war es fast immer ich, der es zuletzt benutzt und nicht wieder an die richtige Stelle geräumt hatte. Das war sogar ein Problem, wenn der Hammer unterm Werkzeugschrank und nicht an seinem richtigen Platz im Schrank war. War ziemlich peinlich. Und wie ich immer fand arg überpedantisch. Aber so war er halt.

  3. Liebe Barbara !
    Solange ich rechtzeitig daran denke, die Perspektive zu wechseln: alles kein Problem.
    Schwierig ist es für mich rechtzeitig zu bemerken , dass ich mich gedanklich festgebissen habe und einen Perspektivenwechsel brauche. Deine Nachricht heute macht es mir wiedereinmal bewusst und ansonsten hoffe ich auf meine Umgebung, die mich dann für einen Perspektivwechsel an die Hand nimmt und in eine andere Richtung führt…. Damit der Blick für anderes wieder frei wird.
    Ein schönes Wochenende
    Susanne

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