Ich muss…

Haben Sie sich schon mal Gedanken gemacht, wie häufig die Wörter ich muss genutzt werden? Ich möchte Sie einladen darüber nachzudenken, was passiert, wenn wir ständig müssen. (Also jetzt nicht auf Klo, sondern „Ich muss was tun!“.😉)  

„So geht es nicht mehr weiter, ich muss ganz dringend etwas für mich tun.“ Solche Aussagen höre ich öfter, wenn sich jemand für das Coaching interessiert. Da ist der Wille zu spüren, sich zu verändern und es jetzt auch anzugehen. Aber nicht nur das. Manchmal ist es auch ein Zeichen dafür, dass die Veränderung keine Chance hat.

Welches Gefühl löst dieses „ICH MUSS“ aus? Sie können es gerne mal für sich ausprobieren.

  • Ich muss Sport machen.
  • Ich muss abnehmen.
  • Ich muss einkaufen.
  • Ich muss lernen.
  • Ich muss arbeiten.
  • Ich muss diesen Artikel schreiben

Na, wie ist das Gefühl? Steigt schon die Vorfreude? Springen Sie gleich in Ihre Sportsachen oder schnappen Sie sich ihre Sachen, die Sie erledigen müssen. Fange ich begeistert an mich an den Computer zu setzen und den Artikel zu schreiben?

Was passiert bei den Worten „ich muss“?

Schon in der Kindheit hörten wir sehr oft, das wir müssen. Wir haben keine Wahl wenn wir müssen, es gibt anscheinend nur eine Möglichkeit. Wenn wir heute das Wort hören, auch wenn wir es nur für uns aussprechen oder denken, fühlen wir uns vielleicht deutlich jünger, als wir sind. Wir können uns hilflos oder machtlos fühlen.

Aber wer will sich schon so fühlen, so klein und unter Druck. Bei der ersten Anstrengung fragen wir uns doch, müssen wir wirklich? Haben wir wirklich keine Wahl? Gerade bei Veränderungen, die wir anstreben, müssen wir meistens nicht, sonst hätten wir dieses Verhalten nicht so lange beibehalten.

Eine Reaktion die auf das ich muss folgen kann, ist Trotz. „Ich muss gar nichts, nur sterben,“ das hat jeder schon mal gehört. Oder es wird verhandelt, vergessen und abgeschwächt. Jede und jeder hat seine Strategien, um nicht ständig zu müssen. 

Ich muss mich Verändern

Häufig passiert es, wenn eine Veränderung mit den Worten ich muss beginnt, dass wir, obwohl wir die Notwendigkeit erkannt haben, uns selbst die Chance auf die Veränderung nehmen. Wir mögen den Druck nicht, den dieses Wort in uns auslöst. Wenn es unbequem oder anstrengend wird, benutzen wir Strategien um das müssen abzuschwächen und schon verlieren wir das angestrebte Ziel.

Welche Wortwahl unterstützt Veränderungen?

Meinen Klientinnen empfehle ich, sobald ich höre ich muss, darüber nachzudenken, ob es nicht ein passenderes Verb gibt. Wir probieren dann einiges aus. Es ist an der Mimik und am Klang der Stimme zu erkennen, welches das passende Wort ist. Das Wort, das die größte Energie hat, den tollsten Charme oder sich sexy für die Klientin anhört und anfühlt, das wird genommen, um den Veränderungsprozess zu beschreiben.

  • Ich darf mich verändern.
  • Ich kann mich verändern
  • Ich liebe es mich zu verändern
  • Ich freue mich darauf, mir mit der Veränderung etwas Gutes zu tun

Merken Sie den Unterschied? Bei welchem Satz wären Sie bereit, sich auf den Weg zu machen?

Meiner Erfahrung nach werden so langfristige Veränderungen möglich.

Veränderungen dürfen leicht sein!

Wie gehen Sie mit dem Wort muss um? Ich freue mich über Ihre Erfahrungen und Meinungen.


 

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Kommentare

Ich muss… — 2 Kommentare

    • Schöner Beitrag.
      Ich habe eine absolute „müssen“-Allergie. ;) Da ist es schön zu sehen, dass auch andere dem Wort einen hohen Stellenwert einräumen.
      Sobald mir gesagt wird, wir ich denken oder fühlen muss, werde ich tendenziell unleidlich…

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