Auf die positive Einstellung kommt es an

Die Geschichte von Sabine Blum und Stefan Kraut

Geschrieben von Barbara Schmidt-Ontyd

Sabine Blum und Stefan Kraut sind ein Paar mit einem gemeinsamen Hobby, dem Garten. Beide kennen sich sehr gut mit Pflanzen aus. 

Auch heute haben sie sich verabredet, etwas im Garten zu tun. Als Erste ist Sabine Blum im Garten. Sie freut sich sehr auf die Zeit in der Natur. Langsam streift sie entlang der Beete und zuerst sieht sie, wie der Mohn in der Sonne leuchtet. Einige Regentropfen halten sich in der Blüte, dadurch glitzert die Pflanze. Sie findet es wunderschön. Frau Blum ist davon so begeistert, dass sie sofort ihren Fotoapparat holt und diesen Moment festhält.

Sie schlendert weiter und ihr fallen die letzten Blüten der Pfingstrosen ins Auge.

Weiter lässt sie ihren Blick schweifen und sie bleibt an der Kletterrose hängen, an der viele Blüten blühen. Gegen den blauen Himmel ergibt das ein tolles Bild.

Danach entdeckt sie die Samenstände des Storchschnabels, die eine tolle Form haben und in einem frischen Grün interessant aussehen.

Um auf ihren Mann zu warten, setzt sie sich auf die Gartenbank. Hält ihr Gesicht in die Sonne und genießt noch einmal den Gesamteindruck.
Als Stefan Kraut in den Garten kommt, will er sich auch zuerst einen Überblick verschaffen.

Als Erstes fällt ihm auf, dass sich unter dem Mohn eine dicke Moosschicht gebildet hat, die muss weg. Da wird er mit der Harke den Boden auflockern müssen.

Als nächstes sieht er die fast verblühten Pfingstrosen, die müssen zurückgeschnitten werden, sogar auf der Wiese liegen verblühte Blütenblätter , das muss noch abgehakt werden. Wobei von Wiese kann kaum noch die Rede sein, soviel Moos und Unkraut zwischen den kümmerlichen Grashalmen wächst.

Das Unkraut in den Beeten fällt ihm auch sofort ins Auge. Seit dem letzten Mal sind wieder Brennnesseln gewachsen. Der Giersch macht ihm auch große Sorgen, da er hat keine Ahnung, wie er den noch bekämpfen kann.

Als Stefan an der Kletterrose vorbei kommt, erkennt er, wie sich der Rost auf den Blättern ausgebreitet hat, da wird er gleich kräftig zurückschneiden und mit einem Pilzmittel sprühen müssen.

Der verblühte Storchschnabel fällt ihm auch auf, der muss noch zurückgeschnitten werden.

Völlig erschöpft lässt er sich auf die Bank neben seine Frau fallen. Schon jetzt fühlt er sich total erledigt. Wie soll er das alles schaffen, was da an Arbeit auf ihn wartet.

Beide sitzen auf der Bank mit ganz unterschiedlichen Gefühlen. Sie hat sich über das schöne und positive gefreut und sich damit auseinander gesetzt. Er dagegen mit dem negativen und störenden. Beide sind in der gleichen Wirklichkeit, haben NUR den Fokus auf unterschiedliches gelegt.

 


Kommentare

Auf die positive Einstellung kommt es an — 5 Kommentare

  1. Eine sehr schöne Geschichte. Ich bin gleich mit Sabine durch den Garten gegangen ein herrliches Gefühl,alles wahr zunehmen und zu genießen.Auf der Bank zu sitzen und die Schönheit der Natur wirken zu lassen. Toll <3

  2. Ich gehe, wie Sabine, auch jeden Tag durch mein Gärtchen. Schwelge in den wundervollen Farben und Blüten! Schneide hier etwas Verblühtes raus, zupfe dort ein wenig Unkraut im Vorbeigehen (manchmal ist es auch ein Aktion für sich!), und freue mich, dass nun die Schönheit der Blumen und Pflanzen noch mehr Geltung bekommt und neue Kraft für neue Blüten hat!

  3. Pingback: Wahrnehmung auf Positives lenken - Praxis Herzerfrischend

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